Kaltgepresstes vs. extrudiertes Hundefutter: Wo liegt der Unterschied?
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Beim Griff zur Futtertüte denkt kaum jemand daran, wie das Futter hergestellt wird. Dabei macht genau das den Unterschied. Es gibt zwei Verfahren, um Rohstoffe in Kroketten zu verwandeln: Extrusion und Kaltpressung – und das wirkt sich direkt darauf aus, wie viele Nährstoffe im Napf landen.
| Merkmal | Extrusion | Kaltpressung |
|---|---|---|
| Temperatur | bis zu 180 °C+ | ca. 70–90 °C |
| Struktur in Wasser | quillt stark auf | zerfällt, bleibt dicht |
| Vitamine | größtenteils nachträglich zugesetzt | mehr bleibt natürlich erhalten |
| Zusatzstoffe | meist nötig | meist weniger nötig |
| Haltbarkeit | länger | etwas kürzer |
Popcorn und frisch gepresster Saft

Extrusion funktioniert wie eine Popcornmaschine: Die Masse wird unter großer Hitze (über 150 °C) und hohem Druck gepresst, bis sie „aufpoppt" und sich zur knusprigen Krokette aufbläht. Schnell – aber die Hitze hinterlässt Spuren.
Kaltpressung gleicht eher dem Pressen von Saft: Rohstoffe werden gemahlen und verdichtet, ganz ohne Backen. Die Temperatur bleibt bei 70–90 °C – allein durch Reibung beim Pressen entstanden. Das Granulat bleibt dicht und kompakt.
Warum niedrigere Temperatur mehr Nährstoffe bedeutet
Vitamine reagieren empfindlich auf Hitze. Bei klassischer Extrusion geht bereits bis zu einem Drittel des Vitamin A verloren, bevor das Futter die Maschine verlässt – deshalb müssen Hersteller die Verluste nachträglich mit aufgesprühten Vitaminen ausgleichen.
Bei der Kaltpressung bleibt die Temperatur durchgehend niedrig. Mehr Vitamine und natürliche Fette bleiben so bereits im Granulat selbst erhalten.

Weniger Aufquellen, leichtere Verdauung
Ein einfacher Test: etwas Trockenfutter in ein Glas Wasser geben. Extrudiertes Granulat ist innen porös wie ein Schwamm und quillt rasch auf – manchmal auf ein Vielfaches seiner Größe. Kaltgepresstes Granulat ist dichter und zerfällt eher in Stücke, statt aufzuquellen.
Deshalb bemerken viele Hundehalter, dass ihr Hund kaltgepresstes Futter ruhiger verdaut – weniger „Luft", mehr verdichtetes Futter pro Bissen.
Weniger Zusatzstoffe, natürlicherer Geschmack

Da nichts unter hohem Druck gebacken wird, behält kaltgepresstes Futter das natürliche Aroma von Fleisch und Fett – Hersteller brauchen meist keine starke künstliche Aromaschicht.
Ehrlicherweise hat diese Art von Futter eine etwas kürzere Haltbarkeit, da weniger auf künstliche Konservierungsstoffe gesetzt wird. Ein kleiner Preis für weniger „Chemie" und mehr natürliche Zutaten.
Ist die Herstellungsmethode allein entscheidend?
Nicht ganz. Auch kaltgepresstes Futter kann minderwertig sein, wenn die Rohstoffe schlecht sind. Den eigentlichen Unterschied macht die Kombination aus hochwertigen Rohstoffen, schonender Verarbeitung und niedriger Temperatur.
Deshalb setzen wir bei Kudo auf Kaltpressung – und bereiten die Rohstoffe vor dem Pressen sorgfältig auf, damit das Futter auch gut verdaulich bleibt. Unsere Presstemperatur liegt dabei bei maximal 75 °C. Auf unserer Seite zur Kaltpresstechnologie sehen Sie im Video, wie sich beide Granulate in Wasser verhalten.
Fazit
Extrusion ist schneller und günstiger, doch die hohe Temperatur hat ihren Preis: weniger Vitamine, mehr Zusatzstoffe, Granulat, das im Wasser rasch aufquillt. Kaltpressung ist langsamer, dafür bleibt mehr von dem erhalten, was die Natur den Rohstoffen mitgegeben hat – vom Regal bis zum Napf Ihres Hundes.